Mit Umweltschutz Kostensenkungspotenziale finden und realisieren – das ist die Zielsetzung von ÖKOPROFIT*. Das Projekt wird von der INITIATIVE BAYERISCHER UNTERMAIN getragen und richtet sich an die hiesigen Unternehmen. Es bietet die Möglichkeit durch Verbesserung von Energieeffizienz und betrieblichen Umweltschutz konkret Kosten einzusparen und mittels eines Rechts-Checks die Einhaltung arbeitsschutz- und umweltschutzrechtlicher Bestimmungen zu prüfen.
Start der ÖKOPROFIT-Runde 2010/2011 am 21. Juli 2010 Der Auftakt zur neuen ÖKOPROFIT-Runde am Bayerischen Untermain fand am 21. Juli bei hefa MODEN in Mömlingen statt. Acht Unternehmen und Einrichtungen werden nun im Rahmen von acht Workshops und vier Beratungsterminen gemeinsam mit Umweltberatern, Kooperationspartnern und externen Referenten alle umweltrelevanten Themenbereiche beleuchten, die Anwendung von Gefahrstoffen prüfen und Kostensenkungspotenziale aufspüren.
Miltenbergs Landrat Roland Schwing gemeinsam mit den Einsteigern der ÖKOPROFIT-Runde 2010/2011: v.l. Friedemann Hartkopf und Lars Wöhler (Kongress- und Touristikbetriebe Aschaffenburg), Marc Busse (Stadt Aschaffenburg), Rainer Bott (Ciba Vision, Großwallstadt), Peter Körner und Günther Pfeffer (Schloth's Backstube, Bürgstadt), Joachim Koch (Teamlog, Aschaffenburg), Hilmar Faust (hefa MODEN, Mömlingen). Nicht teilnehmen konnten die Vertreter der Unternehmen Pollmeier und Stamm Waagen und Kassensysteme (beide Aschaffenburg).'Stirnseitenisolierung und Sauerstoffeindüsung“
ÖKOPROFIT-Betriebe 2009/2010 ausgezeichnetMit zahlreichen innovativen Maßnahmen präsentierten sich am Donnerstag, den 29. April in den Eisenwerken Düker in Laufach die Teilnehmerbetriebe der ÖKOPROFIT-Runde 2009/2010. Zum mittlerweile vierten Mal bot die INITIATIVE BAYERISCHER UNTERMAIN das Umweltmanagement- und Kostensenkungsprogramm für Produktions- und Dienstleistungsbetriebe am Bayerischen Untermain an. Zum Projektabschluss erhielten die Unternehmenvetreter aus den den Händen der Landräte Dr. Ulrich Reuter und Roland Schwing sowie Oberbürgermeister Klaus Herzog die Auszeichnung „ÖKOPROFIT-Betrieb 2009/2010“.
Neu in diesem Jahr war die Verbindung der ÖKOPROFIT-Zertifizierung mit der Auszeichnung als Mitglied im Umweltpakt Bayern. Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer übergab den Unternehmen die entsprechenden Urkunden. Die politischen Repräsentanten hoben das Engagement der beteiligten Betriebe hervor und wiesen darauf hin, dass Ökonomie und Ökologie kein Gegensatz sein müssen. Dies hätten die Unternehmen eindrucksvoll bewiesen.
Auszeichnung der ÖKOPROFIT-Betriebe 2009/2010: v.R.: Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer; Dieter Gerlach und Tino Reichenbecher (Stadtwerke Aschaffenburg); Aschaffenburgs Oberbürgermeister Klaus Herzog, Robert Faust (Stadtwerke Aschaffenburg); Sebastian Pfaff (FRIPA Papierfabrik); Dieter Michler (Landratsamt Miltenberg); Andrea Fooke (Düker); Dirk Klöppel (S+B Technologie Schätzle); Heinz Braunbeck (Gemeindewerke Kahl); Dr. Thomas Probst (verdeckt; Duesmann & Hensel); Dirk Vogt (Fachberatung Arqum); Matthias Lehr (Stattura); Jürgen Roth (ADAPT); Miltenbergs Landrat Roland Schwing und Aschaffenburgs Landrat Dr. Ulrich Reuter
Auszeichnung der ÖKOPROFIT-Klubbetriebe: v.R. : Christian Heinrichs (Fachberatung Arqum); Ralf Hohmann (Hemmelrath Lackfabrik); Bernhard Schmitt (Schleifmittelwerk Kahl); Ilona Hirsch (Odenwald Faserplattenwerk); Alexander Schell (Kaup); Dr. Martin Wörner (Josera Erbacher); Andreas Eiteljoerge (Reinhold Keller); Jörg Eisenhauer (Oswald Elektromotoren); Jochen Endres (WIKA)Die Bandbreite an Maßnahmen in der abgeschlossenen ÖKOPROFIT-Runde von Februar 2009 bis Februar 2010 ist groß und reichte von investiven Maßnahmen im Produktionsprozess – beispielsweise an einer Papiermaschine in der FRIPA Papierfabrik in Miltenberg, Änderungen im Energiemanagement bei Düker in Laufach oder der Prüfung auf Leckagen im Druckluftnetz beim Maschinenbauunternehmen S+B Technologie Schätze aus Hösbach. Oftmals können auch mit geringem Mitteleinsatz bereits Kosteneinsparungen erzielt werden. So hat sich der Austausch der Außenbeleuchtung beim Aschaffenburger Recyclingunternehmen Duesmann & Hensel schon nach kürzester Zeit amortisiert.
An ÖKOPROFIT Bayerischer Untermain 2009/2010 nahmen insgesamt 19 Unternehmen teil. Neun Einsteigerbetriebe, die erstmals beteiligt waren, und zehn Unternehmen, die im ÖKOPROFIT-Klub ihr Umweltengagement aus einer vorherigen Startrunde weiterführen.
Die ÖKOPROFIT-Vorteile auf einen Blick:Das Projekt bietet die Möglichkeit ...
- Kosten für Energie, Wasser, Abfall usw. zu senken,
- Rechtssicherheit zu erhalten,
- Transparenz über Verbrauchszahlen durch strukturierte Erhebungen zu schaffen,
- die interne Organisation zu verbessern und Verantwortlichkeiten festzulegen,
- in Umweltmanagementsysteme wie ISO 14.001 oder EU-Öko-Audit einzusteigen,
- dabei die Mitarbeiter einzubinden und zu sensibilisieren und so
- Ihr Engagement für Klima- und Umweltschutz nach außen darzustellen.
Aufbauend auf den Erfahrungen der vergangenen Jahre liegt bei ÖKOPROFIT ein Schwerpunkt auf Energieeffizienz. Zusätzlich gibt es eine „ÖKOPROFIT-Light“-Variante, die sich gezielt an kleine Betriebe richtet und gleichzeitig die Zertifizierung als „QuB-Betrieb“ erlaubt.
An ÖKOPROFIT haben in den vergangenen Jahren Betriebe unterschiedlicher Größe aus den verschiedensten Wirtschaftsabteilungen und Branchen teilgenommen. Diese Tatsache zeigt, dass ÖKOPROFIT sich im Gegensatz zu anderen Programmen für alle Branchen und Unternehmensgrößen eignet. Für jeden Betrieb – sei er aus der Produktion, dem Handel und Verkehr, dem Dienstleistungssektor, aus Bildung, Gesundheit und Sozialwesen oder der öffentlichen Verwaltung – kann das Programm einen Mehrwert bringen.
Wie funktioniert das Umweltmanagement-Projekt?Im Laufe eines Jahres bearbeiten rund neun bis 12 Betriebe im Rahmen von acht Workshops und vier Beratungsterminen vor Ort gemeinsam mit Umweltberatern, den Kooperationspartnern und externen Referenten alle umweltrelevanten Themenbereiche. Sie tun dies auf der Basis von praxisorientierten Arbeitsmaterialien. Nach Abschluss der Workshopreihe werden die Betriebe geprüft und die erfolgreichen Teilnehmer von der Kommune ausgezeichnet. Bei den Workshops werden inhaltliche Fragestellungen wie Abfalltrennung und -minderung, Energieeinsparung, Emissionsminderung, Wassersparen, der Umgang mit gefährlichen Arbeitsstoffen und die Einhaltung umweltrechtlicher Vorschriften bearbeitet. Aber auch organisatorische Themen wie die Festlegung einer Umweltpolitik und die Bildung eines Umweltteams, sind Gegenstand der Workshops. Zudem werden die Themen umweltfreundlicher Einkauf, Umweltkosten und Umweltcontrolling, Umweltmanagement, nachhaltige Mobilität, Mitarbeitermotivation, Soziales und Arbeitsplatzevaluierung behandelt.
In den Workshops werden nicht nur theoretische Grundlagen vermittelt, sondern auch praxisnahe Verhaltensweisen eingeübt. So entwickeln die Betriebe bereits hier Sparmaßnahmen für alle Bereiche und nehmen zum Beispiel an einem „Schnupper-Fahrtraining“ zum Kraftstoff sparenden Fahren teil.
Zum aktiven Erfahrungsaustausch trägt bei, dass die Workshops abwechselnd in den Unternehmen abgehalten werden. Dies wird von den teilnehmenden Betrieben sehr geschätzt.
Zentraler Bestandteil von ÖKOPROFIT ist die individuelle Beratung der einzelnen Betriebe vor Ort. Bei vier Terminen im eigenen Haus entwickelt jeder Betrieb auf Grundlage einer systematischen und umfassenden Bestandsaufnahme gemeinsam mit den Beratern individuelle Maßnahmenprogramme für die betriebsspezifische Umsetzung der Umweltpolitik. So setzen die Betriebe das in den Workshops vermittelte Wissen konkret in die Praxis um.
Ergänzend zur Beratung durch den Umweltberater können beispielsweise auch spezialisierte Dienstleister für Energie, Abfall und Arbeitssicherheit eingebunden werden.
Überzeugende BilanzIn den bisher durchgeführten Runden haben am Bayerischen Untermain insgesamt 45 Unternehmen teilgenommen und alles in allem werden nach Schätzungen durch Umweltschutzmaßnahmen mittlerweile etwa 1,34 Milionen Euro pro Jahr eingespart. Seit Start des Projekts durch die INITIATIVE BAYERISCHER UNTERMAIN 2001 konnten folgende Einsparungen erzielt werden: über 2. Mio Kilowattstunden Strom, über 220.000 kg Abfälle, 5. Mio. Liter Wasser bzw. Abwasser und rund 1.800 Tonnen CO2.
Ganz im Sinne der Agenda 21Im Juni 2008 erhielt die INITIATIVE gemeinsam mit den teilnehmenden Unternehmen aus Aschaffenburg den Agenda-Preis der Stadt Aschaffenburg. Ausgezeichnet wurde die INITIATIVE für die Einführung und Koordination des Projekts am Bayerischen Untermain, bei dem Ökologie und Ökonomie im Sinne der Agenda 21 gleichberechtigt berücksichtigt werden.

Informationen zu ÖKOPROFIT und Bestellmöglichkeit der Projektdokumentation bei der INITIATIVE BAYERISCHER UNTERMAIN, Tel. 06022 26-2180 oder direkt bei der ÖKOPROFIT– Hotline 089/12 10 994 0
Kontakt:
INITIATIVE BAYERISCHER UNTERMAIN
Regionalmanager Markus Seibel
Industriering 7
63868 Großwallstadt
Tel. 06022 26-2180, Fax: 06022 26-2181
E-Mail:
seibel@bayerischer-untermain.de*Die Urheberschaft von ÖKOPROFIT liegt bei der Stadt Graz