Am Freitag, den 6. März 2009 wurden im Rahmen einer feierlichen Preisverleihung die Sieger im unterfränkischen Regionalentscheid JUGEND FORSCHT – SCHÜLER EXPERIMENTIEREN gekürt.
Die Übergabe der Preise und Urkunden in der Stadthalle Aschaffenburg übernahmen Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer, Aschaffenburgs Oberbürgermeister Klaus Herzog sowie Regionalwettbewerbsleiter Joachim Fertig vor etwa 400 Gästen aus Schule, Wirtschaft und Politik.
Folgende Teilnehmer bzw. Projektgruppen haben sich nach der Beurteilung der Jury für die Landeswettbewerbe „JUGEND FORSCHT“ in München und „SCHÜLER EXPERIMENTIEREN“ in Dingolfing qualifiziert:
Fachgebiet Arbeitswelt- Schüler experimentieren:
Kann man Edelstahltöpfe tauglich für Induktionskochfelder machen?: Mattis Reisner und Linus Keidel vom Christian-Ernestinum-Gymnasium in Bayreuth (die aus zeitlichen Gründen am Wettbewerb in Unterfranken teilgenommen haben)
- Jugend forscht:
HyWaQuick (Schnelle Hydranten-Wartung): Christian Hagel, Christopher Weis und Nicolas Wolz von der Firma haacon aus Collenberg-Kirschfurth
Fachgebiet Biologie- Schüler experimentieren:
Umsetzen des Steuerns der Vögel im Flug auf die Richtungsänderung bei Flugzeugen: Svenia Kriegebaum und Lena Hümmler vom Jack-Steinberger Gymnasium in Bad Kissingen.
- Schüler experimentieren:
Sprache optisch darstellen: Tobias Hage vom Hanns-Seidel-Gymnasium in Hösbach
- Jugend forscht:
Biosphäre 3: Felix Derleth und Marcel Greubel vom Jack-Steinberger-Gymnasium in Bad Kissingen
Fachgebiet Chemie:- Schüler experimentieren:
Haben Sie Mundgeruch? Wir haben was dagegen: Mit Cyclodextrin gegen Halitosis!: Gabriel Salg und Nicolas Scheidig vom Hanns-Seidel-Gymnasium in Hösbach
- Jugend forscht:
Neues aus der molekularen Küche: „Zuckertüten“ schützen Vitamin C: Timo Imhof und Thomas Fuchs vom Hanns-Seidel-Gymnasium in Hösbach
Fachgebiet Mathematik / Informatik:- Jugend forscht:
Oskar, der kleine Eisbär – ein objektorientiertes Programmpaket für den Informatik-Unterricht: Martin Schmidt, Stefan Klein und Johannes Reinhard vom Gymnasium Marktbreit
Fachgebiet Physik:- Schüler experimentieren:
Strom aus Schall: Alexander Nieto und Fabian Albert vom Jack-Steinberger-Gymnasium in Bad Kissingen
- Jugend forscht:
Messung des Drehwinkels von linear polarisiertem Licht verschiedener Wellenlängen im Magnetfeld für Glas (Faraday-Effekt): Larissa Schüll und Marco Buhlheller vom Alexander-von-Humboldt-Gymnasium in Schweinfurt
Fachgebiet Technik:- Schüler experimentieren:
Entwicklung eines beheizbaren Fahrradsattels: Philipp Hefter, Paul Klement und Jan Sauer vom Hanns-Seidel-Gymnasium in Hösbach
- Jugend forscht:
Folienabzieher: Julia Geyer, Stefan Hohm und Mathias Körbel von Reis Robotics aus Obernburg

Neben diesen ersten Preisen, die neben dem Weiterkommen auf die Landesebene auch einen Geldpreis in Höhe von 75,- Euro pro Arbeit umfassten, gab es zahlreiche Buchpreise. Den Sonderpreis „Umwelttechnik und Naturschutz“ der Deutschen Bundesstiftung Umwelt geht an Frederic Cadera und Rufat Badalov vom Gymnasium Veitshöchsheim mit der Arbeit „Öl-Wasser-Trennung“.
Die Teilnehmer selbst wählten den schönsten Stand. Dieser Sonderpreis der Patenfirma INITIATIVE BAYERISCHER UNTERMAIN ging an Maximilian Geuder vom Rhön-Gymnasium Bad Neustadt für seine Präsentation der Arbeit „Risikofaktoren für zerebro-vaskuläre Krankheiten beim jungen Menschen“.
Für Schulen, die mit mindestens vier Arbeiten bzw. Projekten vertreten waren, wurde von Vertretern der Ministerialbeauftragten für die Gymnasien und Realschulen in Unterfranken, der Schulpreis vergeben. Empfänger waren die Leiter bzw. Vertreter folgender Schulen:
- Alexander-von-Humboldt-Gymnasium Schweinfurt mit 13 Arbeiten
- Hanns-Seidel-Gymnasium Hösbach mit 13 Projekten
- Spessart-Gymnasium Alzenau mit 10 Arbeiten,
- Gymnasium Marktbreit mit 8 eingereichen Projekten
- Jack-Steinberger-Gymnasium Bad Kissingen mit 6 Wettbewerbsbeiträgen
- Rhön-Gymnasium in Bad Neustadt mit 4 Arbeiten und
- der staatlichen Realschule Hofheim mit ebenfalls 4 Arbeiten.
Rekordteilnahme in 20092009 haben 160 Jugendliche mit 86 Projekten aus ganz Unterfranken am wohl bekanntesten Nachwuchswettbewerb für Naturwissenschaft, Mathematik und Technik teilgenommen. Das sind seit Beginn des Regionalwettbewerbs im Regierungsbezirk vor 25 Jahren die meisten Teilnehmer. Möglich waren Projektarbeiten für Einzelkämpfer, in Zweier- oder Dreierteams. Traditionell gut vertreten ist der Fachbereich Biologie mit insgesamt 37 Arbeiten und Chemie mit 23 Arbeiten. Ebenso hat der Themenbereich Technik einen hohen Anteil. 41 Projektteams haben hier getüftelt und gebastelt, im Fachgebiet Physik waren es 31 Projektarbeiten.
Für das Patenunternehmen in 2009 – die Regionalmarketing-INITIATIVE BAYERISCHER UNTERMAIN ist der Wettbewerb ein wichtiges Instrument der Nachwuchsförderung in einer Region, die stark produktionsorientiert ist. Rund 45% der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten sind am Bayerischen Untermain im Industriebereich oder produzierenden Handwerk beschäftigt. Damit ist die Region sehr stark industriell geprägt und weist die höchste Industriebeschäftigtenrate im Rhein-Main-Gebiet aus. Die Unternehmen am Bayerischen Untermain wie auch in ganz Unterfranken sind auf die „Innovationsdynamik durch nachwachsende Köpfe“ – sprich auf die Fachkräfte von morgen – angewiesen. Hier setzt JUGEND FORSCHT an, denn in einer technisierten und globalisierten Welt wird die Fähigkeit, neue, innovative Produkte zu entwickeln und marktfähig zu machen, überlebenswichtig – insbesondere für ein Land wie die Bundesrepublik dessen einzige Ressourcen der „Rohstoff Geist“ ist.
Seit 2006 wird der Regionalwettbewerb im Wechsel zwischen INITIATIVE BAYERISCHER UNTERMAIN und der CHANCEN REGION MAINFRANKEN organisiert. Als „Patenfirma“ sind die Regionalinitiativen für die vollständige Organisation und Abwicklung des Wettbewerbs verantwortlich. Alle drei Jahre findet Jugend forscht am Bayerischen Untermain statt.
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