Standortfaktor Familienfreundlichkeit

Mittlerweile ist es unbestritten, dass es vor dem Hintergrund des demographischen Wandels für Unternehmen, Kommunen und Regionen mittlerweile von essentieller Bedeutung ist, sich familienorientiert auszurichten. Familienfreundlichkeit entwickelt sich immer mehr zu einem wichtigen Wettbewerbsvorteil.

Familienfreundlichkeit im Unternehmen trägt dazu bei, dass gute Arbeitskräfte gewonnen und gehalten werden können. Entsprechende Personalpolitik:
  • senkt Neueinstellungs- und Überbrückungskosten,
  • reduziert Fehl- und Krankheitskosten,
  • bindet Fachkräfte und deren Know-how ans Unternehmen,
  • erleichtert die Gewinnung qualifizierter Mitarbeiter/innen und
  • steigert die Motivation und Arbeitseffizienz.

Familienorientierte Maßnahmen auf kommunaler bzw. regionaler Ebene leisten einen Beitrag zur
  • Sicherung kommunaler Steuereinnahmen,
  • Bestandssicherung regionaler Unternehmen über das zukünftige Arbeitskräfteangebot und
  • fördern letzlich auch die Innovationsdynamik, wenn es gelingt, junge Erwachsene gut auszubilden oder anzuwerben.

Die Prognos AG fasst in einer bereits 2004 vom Bundesfamilienministerium beauftragten Kurzexpertise die Diskussion um den Standortfaktor Familienfreundlichkeit in sieben Thesen zusammen:

1.
Familienfreundlichkeit unterstützt in erster Linie die Bestandsentwicklung regionaler Unternehmen

2.
Familienfreundlichkeit verbessert die Bedingungen für Gründungen

3.
Familienfreundlichkeit erhöht die Standortattraktivität für Ansiedlungen durch Profilierung der Region im Standortwettbewerb

4.
Familienfreundlichkeit sichert die Innovationsdynamik und Wettbewerbsfähigkeit einer Region

5.
Familienfreundliche Regionen besitzen Vorteile bei der Bewältigung des Strukturwandels

6.
Familienfreundlichkeit führt zur nachhaltigen Sicherung der Kaufkraft durch günstigere Bevölkerungsentwicklung

7.
Familienfreundlichkeit sichert kommunale Steuereinnahmen



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