10.10.2013 12:37 Alter: 7 yrs
Kategorie: News

Region Bayerischer Untermain im Finale des Wettbewerbs "Bildungscluster"

Am Dienstag, den 17. September fand in Berlin die öffentliche Auswahlsitzung im Rahmen des Wettbewerbs "Bildungscluster" des Stifterverbandes für die deutsche Wissenschaft statt.


Ausgewählt aus über 80 Bewerbungen hatte auch die INITIATIVE BAYERISCHER UNTERMAIN mit dem Konzept "Kari.BU - Karriere- und Bildungsnetzwerk Bayerischer Untermain" die Möglichkeit, sich gemeinsam mit zehn anderen Finalisten der Jury vorzustellen. Den Zuschlag als "Bildungscluster" hat der Bayerische Untermain jedoch knapp verpasst.

Präsentiert wurde das Kari.BU- Konzept von Miltenbergs Landrat Roland Schwing, Albert Franz (Geschäftsführer der ICO-Betreibergesellschaft Mainsite GmbH & Co.KG), Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth (Senatsvorsitzende und Studiendekanin der Fakultät Ingenieurwissenschaften, ab Oktober 2013 Vizepräsidentin der Hochschule Aschaffenburg), Maria Haas (stellvertretende Leiterin der Agentur für Arbeit Aschaffenburg) und Markus Seibel (Regionalmanager der INITIATIVE BAYERISCHER UNTERMAIN)

Landrat Roland Schwing bedauerte zwar die Entscheidung der Jury, zeigte sich aber überzeugt, dass wesentliche Elemente von Kari.BU dennoch Eingang in die Regionalentwicklungsstrategie der INITIATIVE BAYERISCHER UNTERMAIN finden werden. "Unsere Überlegungen sind sehr praxisorientiert und mit den verschiedenen Partnern aus Wirtschaft, Verwaltung, der Hochschule Aschaffenburg sowie der Agentur für Arbeit Aschaffenburg umsetzungsreif entwickelt. Wir werden daher in den nächsten Wochen die Projekte auf ihre Realisierbarkeit auch ohne Förderung prüfen".

Ausgeschrieben war eine Förderung als Bildungscluster mit rund 250.000,- Euro vom Stifterverband der deutschen Wirtschaft. Landrat Roland Schwing ist sich sicher, "die Förderung und Auszeichnung hätte für unsere gemeinsamen Bemühungen einen enormen Schub bedeutet."

Das Konzept Kari.BU trägt dem Umstand Rechnung, dass sich auch der Bayerische Untermain mit einer Veränderung der Bevölkerungsstruktur, kleiner werdenden Schul- und Absolventenjahrgängen und einem zunehmenden Fachkräftemangel konfrontiert sieht. Insbesondere für die technologieintensiven Branchen der Region, etwa im Bereich Maschinenbau und Automotive besteht hier Handlungsbedarf. Die Analyse der Situation ergab, dass der Bayerische Untermain durch eine engere Zusammenarbeit und Koordination der Akteure sowie mehr Transparenz über bestehenden Angebote zur Nachwuchsförderung und -sicherung in naturwissenschaftlich-technischen Fachrichtungen seine Stärken als Karrierestandort noch stärker ausspielen kann. Als Ziele stehen verstärktes Regionalmarketing, eine erhöhte Transparenz von Bildungsmöglichkeiten, die Förderung von MINT-Interessen bei Schülern und die Verbesserung des Übergangsmanagements auf dem Programm.

"Allein die Teilnahme an der Ausschreibung war aus unserer Sicht bereits sehr wertvoll. Die Auswahl bis in die Finalrunde hat gezeigt, dass unser Konzept fundiert und passgenau ist", so Prof. Dr. Eva-Maria Beck-Meuth, designierte Vizepräsidentin der Hochschule Aschaffenburg. Gemeinsam mit Maria Haas, stellvertretende Leiterin der Agentur für Arbeit Aschaffenburg und IHK-Vizepräsident Albert Franz empfiehlt sie, den im Rahmen der Antragstellung erreichten engen Schulterschluss zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung für die Fachkräftegewinnung auch weiterhin aufrecht zu erhalten und die geplanten Maßnahmen umzusetzen.

Mit dem Wettbewerb hat der Stifterverband der deutschen Wirtschaft das Ziel verfolgt, die Zusammenarbeit regionaler Partner im Bereich der Nachwuchssicherung zu fördern. Voraussetzung für die Förderung eines Bildungsclusters ist es, dass Hochschulen mit Partnern in der Region strategisch und verbindlich zusammenarbeiten um Nachwuchs zu gewinnen, auszubilden und vor Ort zu halten. "Die demographische Entwicklung stellt regionale Bildungs- und Arbeitsmärkte vor besondere Herausforderungen", sagte Volker Meyer-Guckel, der stellvertretende Generalsekretär des Stifterverbandes in seiner Rede: "Eine erfolgreiche Nachwuchssicherung, die Mobilisierung aller Bildungsreserven und die bessere Verzahnung von Bildungsangeboten und Arbeitsmarktbedarf werden immer mehr zu Erfolgsfaktoren regionaler Entwicklung." Die Anträge kamen aus allen Regionen Deutschlands, aus wirtschaftsstarken Metropolen ebenso wie aus strukturschwachen Gebieten, die durch den demografischen Wandel besonders betroffen sind. Sie alle haben laut Jury eindrücklich unter Beweis gestellt, dass Fragen der Nachwuchssicherung vor Ort nur in der verbindlichen Zusammenarbeit unterschiedlicher Partner nachhaltig gelöst werden können.

Als Bildungscluster wurden folgende vier Regionen bzw. Projekte ausgewählt:

  • Bildungscluster Greifswald
  • Bildungscluster "OpenCampus", Kiel
  • Landkreis Lüchow-Dannenberg
  • "Studierende entdecken Karrieren in OWL - Regionale Allianz für Nachwuchssicherung im Mittelstand", Paderborn

Informationen zum Wettbewerb, zu den Finalisten sowie zur Veranstaltung finden Sie Öffnet externen Link in neuem Fensterhier.


 

Direktkontakt

Initiative Bayerischer Untermain
Katarina Dening
Tel.: 06022 26-1112
E-Mail: dening(at)bayerischer-untermain.de

Andrea Grimm
Tel.: 06022 26-1113
E-Mail: grimm(at)bayerischer-untermain.de

Saskia Hense
Tel.: 06022 26-1116
E-Mail: hense(at)bayerischer-untermain.de

Marion Schmidt
Tel.: 06022 26-1119
E-Mail: schmidt(at)bayerischer-untermain.de

Fax: 06022 26-1111